Lerngarten-Netzwerk

Unser Netzwerk wurde im Juni als UN-Dekade-Projekt für Biologische Vielfalt im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle ausgezeichnet.“

954 Kinder aus 18 Kitas und Schulen können in den Lerngärten erleben wie Obst und Gemüse angebaut werden – ganz praktisch, vielfältig und natürlich biologisch. Das vom Landesverband der Gartenfreunde erarbeitete Konzept zeigt,  wie eine Zusammenarbeit zwischen Kleingärtnervereinen und Kindertageseinrichtungen bzw. Schulen gelingen kann. Dafür müssen die pädagogischen Einrichtungen keinen Pachtvertrag abschließen, sondern bekommen von den Vereinen geeignete Gärten zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Eine Patenschaftsvereinbarung regelt ganz unkompliziert alle notwendigen Absprachen. Gartenfreundinnen und Gartenfreunde aus den beteiligten Vereinen arbeiten im Verlauf des Jahres gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften und Kindern zusammen. Die Erfahrungen bereichern beide Seiten und ermöglichen den Kindern eine Teilhabe an der Natur. Das Verständnis für Naturkreisläufe und die Wichtigkeit der biologischen Vielfalt werden lebensnah vermittelt. Lokal angepasste Gemüsesorten und für die Kinder unbekannte Sorten werden angebaut, geerntet und verarbeitet. Die selbst angebauten Produkte werden direkt vor Ort oder in der Küche der Kita bzw. Schule verarbeitet und tragen zu einer gesunden, regionalen Ernährung bei.

Der Landesverband der Gartenfreunde unterstützt, berät und begleitet die Partnerschaften mit einer Reihe von Angeboten. Dazu gehört die Vermittlung von geeigneten Gärten an pädagogische Einrichtungen und der Abschluss der Patenschaftsvereinbarung. Diese Nutzungsvereinbarung regelt die Rahmenbedingungen verlässlich und ermöglicht eine Pachtzinsbefreiung durch die Stadt (Senator für Bau, Umwelt und Verkehr). Die Unterstützungsangebote werden von der Senatorin für Kinder und Bildung gefördert. Seit 2014 gibt es eine Auszeichnung der Kitas, welche dauerhaft einen Lerngarten in ihr Konzept verankert haben, durch die Übergabe einer Urkunde.

Unterstützungsangebote:

  • Vermittlung von geeigneten Gärten, Beratung von Kleingärtnervereinen und Kitas bzw. Schulen, Abschluss einer Patenschaftsvereinbarung mit Pachtzinsbefreiung
  • Netzwerktreffen im FlorAtrium zur Vorstellung geeigneter Gartenprojekte sowie Bereitstellung vieler Materialien zur praktischen Umsetzung. Auszeichnung der Kitas, welche mehr als 5 Jahre einen Lerngarten nutzen.
  • Beratungsgespräche mit den betreuenden Gartenfreunden und/oder pädagogischen Fachkräften. Während einer Ortsbesichtigung werden die Lerngärten dokumentiert und Möglichkeiten der Weiterentwicklung zu grünen Lernorten für die Kinder aufgezeigt.
  • Zur Förderung der Kommunikation untereinander und einem besseren Ideenaustausch im Netzwerk findet im Spätsommer ein Workshop statt, zu dem alle Gartenfreunde und pädagogischen Fachkräfte eingeladen werden.
  • Evaluation der aktuellen Entwicklungen mit Hilfe von Fragebögen.
  • Dokumentation aller Gärten mit den wichtigsten Kenndaten und eine Auswertung der Fragebögen. Darstellung der Gärten im Internet.

Bei Interesse an einer Kooperation wenden Sie sich bitte an die Koordinatorin
Dr. Sylke Brünn, E-Mail: s.bruenn(at)gartenfreunde-bremen.de

Wichtig: Mit pädagogischen Einrichtungen sollten keine Pachtverträge geschlossen werden. Die Lerngärten bleiben in der Verantwortung der Vereine, die Patenschaftsverträge regeln die Nutzung der Gärten durch die Kita bzw. Schule.

Mustervertrag für die Nutzung eines Lerngartens durch einen Kindergarten

Mustervertrag für die Nutzung eines Lerngartens durch eine Schule

Aktuell beteiligte Kitas und Schulen:

(neu am Start ist außerdem der Verein Horner Gartenfreunde e.V. mit der Wilhelm-Focke-Oberschule sowie der Verein Aumund mit dem KuFz Beckedorferstraße)