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28.5.2017 16:35

Von Schätzern - über's Schätzen

Der Pächterwechsel und die damit einhergehende Wertabschätzung ist in § 11 unseres Kleingarten-Pachtvertrages wie folgt geregelt.

§ 11 Pächterwechsel

Im Falle der Kündigung des Pachtvertrages fällt der Garten an den Verpächter zurück und wird von diesem neu verpachtet. Für das Verfahren gelten folgende Bestimmungen:
Bei Beendigung des Pachtverhältnisses muss der Garten in dem Zustand zurückgegeben werden, der sich aus der fortlaufenden ordnungsgemäßen Bewirtschaftung lt. Pachtvertrag und Gartenordnung ergibt. Verfallene oder unbrauchbare, sowie nicht den gesetzlichen oder vertraglichen Vorschriften ganz oder in Teilen entsprechende Baulichkeiten sind vom ausscheidenden Pächter auf seine Kosten zu beseitigen. Überzählige oder kranke Bäume und Sträucher sind auf Verlangen des Verpächters zu entfernen.

Der Verpächter hat für die Wertabschätzung des Kleingartens zu sorgen und diese dem abgehenden Pächter auszuhändigen. Grundlage für die Wertabschätzung ist die jeweils gültige Schätzungsrichtlinie des Landesverbandes. Die Wertabschätzung ist kostenpflichtig und dient als Orientierungshilfe für den Verkauf/Kauf des Kleingartens. Sie gibt das Maximum dessen an, was als Preis überhaupt vertretbar sein kann. Der abgehende Pächter hat keinen Anspruch darauf, dass der ausgewiesene Preis tatsächlich verlangt und / oder erzielt werden kann. Der abgehende Pächter verpflichtet sich, die geschätzten Gegenstände (Pflanzen, Bauten, Materialien) unmittelbar nach Erhalt des Kaufpreises auf den Nachfolger des Gartens zu übertragen und die in der Wertabschätzungsrichtlinie festgesetzte Schätzgebühr an den Verpächter zu entrichten.
Die durch die Schätzung entstandenen Kosten sowie weitere Forderungen des Verpächters an den Pächter können vom Kaufpreis, soweit dies möglich ist und die Kaufabwicklung über den Verpächter erfolgt, in Abzug gebracht werden. Andernfalls ist der Verpächter berechtigt die Forderungen und Schätzgebühr gesondert in Rechnung zu stellen. Fälligkeit liegt spätestens dann vor, wenn mehr als 4 Wochen nach Aushändigung/Zusendung der Wertabschätzung vergangen sind. Der Verpächter kann nur dann verpflichtet werden den Kaufpreis weiterzuleiten, wenn dieser an ihn von dem neuen Pächter/Nachfolger gezahlt worden ist.

Der Verpächter ist berechtigt, den Kleingarten in einen vertragsgemäßen und einer regelmäßigen Pflege entsprechenden Zustand versetzen zu lassen und die dadurch entstehenden Kosten gegenüber dem abgehenden Pächter geltend zu machen oder vom Erlös des Gartens einzubehalten. Das gilt für den Fall, dass eine Beseitigung der festgestellten Mängel/des unzulässigen Zustandes nicht innerhalb einer angemessenen Frist durch den Pächter selbst oder einer von ihm beauftragten Fachfirma erfolgt.

 

Veröffentlichungen unseres stellv. Landesfachberaters und Koordinators für das Schätzungswesens, Ewald Kuntze zum Thema Pächterwechsel.

Ausgangswert und Rechenwert der Laube 

Bäume, Sträucher, Grenzbewuchs

Buten un binnen  

Die Uhr tickt...  

Eigentum und Besitz  

Einspruch gegen das Ergebnis der Wertabschätzung erheben

Entsorgung

Minus-Schätzung

Pächterwechsel und Mängelabzug I

Pächterwechsel und Mängelabzug II

Pächterwechsel ohne Schätzung?

Pachtübergabe an die eigenen Kinder 

Schuppen

Warum lassen Schätzer eigentlich nicht mit sich reden?  

Was kostet der Spaß? 

Was passiert, wenn es keine Pachtnachfolge gibt?

Restwert